Grußwort Doris Schröder-Köpf

Frau Doris Schröder-Köpf

Frau Doris Schröder-Köpf

Der Wunsch nach Verankerung und Zugehörigkeit, die Sehnsucht nach Halt und Orientierung wird besonders intensiv, wenn Menschen ihre Heimat verlassen mussten, wie das vielfach für die Eziden der Fall war. Besonders stark ist auch das Bedürfnis nach Dialog, wenn man wie die Eziden über Jahrhunderte der Stigmatisierung, Ausgrenzung, Diskriminierung und bisweilen auch Verfolgung ausgesetzt war.

So kann ich Ihren Wunsch gut nachempfinden, wenn Sie mit der Zeitschrift Lalisch-Dialog ein Forum für alle Eziden – nicht nur der in Deutschland – schaffen möchten. Besonders begrüße ich Ihr Ziel, mit der Zeitschrift und deren Inhalten eine Brücke schlagen zu wollen zwischen Eziden und anderen Kulturen und Religionen sowie mit diesen in Austausch zu treten. Ein gutes Zeichen dafür, dass Eziden sich in Deutschland bzw. Niedersachsen Zuhause fühlen und sich kritisch einbringen möchten. Dazu kann ich Sie nur ermuntern. Unsere Gesellschaft lebt von Partizipation. Demokratie braucht den Dialog, wie der Fisch das Wasser.

Die Zeitschrift Lalis-Dialog hat das Zeug dazu, ein Diskussionsforum zu werden für alle, die sich für Kunst, Kultur, Alltag und Religion sowie das Alltagsleben der Eziden in Deutschland interessieren. Sie will dabei nicht vor kontroversen Diskussionsthemen zurückschrecken. Ich freue mich daher schon jetzt auf die folgenden Ausgaben. Ich bin gespannt, welche Vielfalt an Ideen, Meinungen und Überzeugungen zum Vorschein kommen.

Damit alle diese Ziele auch erreicht werden, wünsche ich dem Lalis-Dialog viele Leserinnen und Leser, engagierte und kritische Beiträge und den Herausgeberinnen und Herausgeber bei ihrer Arbeit viel Erfolg.

Ihre Doris Schröder-Köpf,

UntDSK

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe bei der Niedersächsischen Staatskanzlei

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