Esidische Ethik II

FS008Nach esidischer Ethik ist nicht die Religionsange­hörigkeit eines Menschen für dessen Bewertung entscheidend, sondern alleine seine Taten.

Das Esidentum erhebt keinen Alleingültigkeitsan­spruch und macht insofern auch keinen Unterschied zwischen Menschen ver­schiedener Religionen. Alle Menschen werden als gleichberechtige Geschöpfe und als Schöpfungen eines Gottes angesehen.

Einem Menschen zu hel­fen oder mit bloßer Höflich­keit zu begegnen ist daher eine uresidische Tugend. Um Menschen unvorein­genommen begegnen zu können, soll man nicht nach der Religionszugehörigkeit der Person fragen. Ein esi­disches Sprichwort besagt, dass „jede Religion ein Teil der Wahrheit ist“ und auch hier die Religionsangehörig­keit somit keine Rolle spielt.

So heißt es im Qewlê Sheqserî:

Heke tu kesekî bi bînî - Wenn Du jemandem be­gegnest

Xêrekê pêva bi gihînî - So reiche ihm/ihr eine gute Tat

Ne bêjê tu ji kî dînî - Frag nicht danach, welcher Religion er/sie angehört

» Hayrî Demir

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