Der esidische Schöpfungsmythos Teil III

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»Hayrî Demir

Im ersten und zweiten Teil des Schöpfungsmythos wurden das Universum und die Erde nach einem komplexen und langen Prozess, der von Xweda (dt. Schöpfer-Gott) unter Zuhilfenahme der sieben Erzengel in Gang gesetzt wurde, geschaffen. Die Erde, die zunächst unruhig und somit unbewohnbar war, wurde durch das Heiligtum Laliş stabilisiert und die Natur begann mit dem Auftreffen der ersten Sonnenstrahlen zu blühen, sodass die Erde nun bereit war, bewohnt zu werden.

Im dritten und letzten Teil des Schöpfungsmythos – Anthropogonie -  wird die Schöpfung des ersten Menschen, die Entstehung des Volkes der Esiden sowie kurz die Krönung Tawisî Melek thematisiert.  Schwerpunkt wird die Schöpfungsvorstellung des Menschen und die des esidischen Volkes sein. Das Prinzip Tawisî Melek und somit das religiös-philosophische Fundament der esidischen Lehre, soll gesondert in der nächsten Ausgabe vorgestellt werden.

Dualismus von Körper und Seele

Besonders wichtig wird beim Verlauf der Menschenschöpfung die Differenzierung zwischen Körper (kurd. Qalib) und der Seele (kurd. Ruh) sein. Der Körper wird in den Überlieferungen der Esiden mit dem kurdischen Begriff Qalib beschrieben, was Hülle bedeutet. Bei dieser Bezeichnung wird bereits deutlich, welche Attribute dem Körper zugeschrieben werden. Körper und Seele werden nach esidischer Mythologie als eigenständige aber dennoch sich ergänzende Bestandteile des Menschen verstanden. In der Wissenschaft bzw. Philosophie ist dieser Dualismus unter dem Begriff „Philosophie des Geistes“  bekannt. In dieser Vorstellung der Esiden wird auch der mythologisch große Unterschied zu den abrahamitischen Religionen deutlich.

Die esidische Argumentations- und Sichtweise vom Dualismus Körper und Seele lässt sich mit der philosophischen Theorie vom sog. „Interaktionistischen Dualismus“, welche zum Substanzdualismus gehört, beschreiben. Diese Theorie wurde in der Philosophie und Physiologie neben verschiedensten prominenten Vertretern u.a. auch von René Descartes vertreten.

Die Differenzierung von Körper und Seele ist deshalb wichtig, weil dieser (Körper) laut esidischer Lehre die Quelle des Bösen[1] im Menschen ist. In der esidischen Religion existiert die Gestalt des Bösen nicht, die in der Lage wäre, den Menschen zu bösen bzw. schlechten Handlungen zu verleiten. Vielmehr steht der Mensch im Mittelpunkt seiner eigenen Handlungen, wofür er eigenverantwortlich auch die daraus resultierenden Konsequenzen tragen muss. Das Gute und Böse entstammt aus derselben Quelle. Die große Verantwortung, die damit jedem einzelnen übertragen wird, wird im Laufe der folgenden Abhandlung deutlich.

Schöpfung des Körpers

Xweda, dt. Gott, erschuf die Erde aus den „Vier Elementen“[2]. Mit diesen irdischen Elementen formte er auch den Körper des ersten Menschen Adam[3]. Die Vier Elemente sind Feuer, Erde, Wasser und Luft. Mit den „Vier Elemente“ sind alle materiellen Bestandteile der Erde gemeint, sodass der Körper Adams auch aus Metallen und anderen Stoffen geformt wurde. Der daraus geschaffene Körper Adams ist somit fester Bestandteil der Erde und mit ihr in seiner Substanz gleich. Der Körper des Menschen braucht daher Wasser zum Trinken, Erde (fester Bestandteil) als Nahrung, Feuer für Wärme und die Luft zum Atmen.

Für den Dualismus zwischen Körper und Seele bedeutet diese Unterscheidung, dass der Körper somit für körperlichen Triebe verantwortlich ist. Auch hierfür sei auf die Triebtheorie in den Geisteswissenschaften hingewiesen. Die Bedürfnisse des Körpers neigen demnach zu materiellen Dingen.

Der Körper Adams wurde nach esidischer Überlieferung an einem Mittwoch erschaffen. Der Mittwoch ist aus vielen Gründen der heilige Tag der Esiden, ähnlich dem Samstag für Juden. Erst 700 Jahre nachdem das Heiligtum Laliş auf die Erde kam und die Erde somit bewohnbar wurde, schuf Xweda die Hülle des ersten Menschen[4]. Der nun erschaffene Körper des Menschen war jedoch reglos und ohne Leben. Dies sollte sich erst nach weiteren 700 Jahren der Leblosigkeit ändern[5].

Schöpfung der Seele

700 Jahre nach der Schöpfung der Hülle des ersten Menschen wurde die Seele erschaffen. Die Seele wurde aus dem sog. Havêna Sunetê (Hefe der Erkenntnis; Saatgut der Engel) erschaffen. Sie trägt damit dieselben Eigenschaften wie die Erzengel, das sog. „Sura Milyaketa (dt. Geheimnis der Engel)“. Dieses Geheimnis meint unter anderem die Fähigkeit des freien Willens (Verstand). Die Seele ist damit also auch ein Teil Gottes, der jedem Menschen innewohnt. Jeder Mensch ist vor Gott für seine Taten selbst verantwortlich, weshalb nicht bloß auf die Religionszugehörigkeit abgestellt werden kann.

Die Seele ist im esidischen Dualismus von Körper und Seele bzw. der Einheit von Gut und Böse für die seelischen, geistigen, spirituellen, intellektuellen Triebe verantwortlich.

Das Sur (Geheimnis), das der Seele innewohnt, wird von den Erzengeln selbst überwacht. Der Würdenträger Feqîr Hecî spricht bei der Seele daher davon, dass diese selbst auch ein Engel sei[6].

Nach 700 Jahren versammelten sich die sieben Erzengel um den leblosen Körper Adams[7]. Sie sprachen zur Seele und fragten, wieso sie sich nicht in den Körper Adams begeben wolle[8]. Die Seele erwiderte, dass sie nicht für die Vergehen des Menschen verantwortlich gemacht werden möchte. Dass sie, als reiner Teil Gottes, nicht durch die materiellen Triebe des Körpers verunreinigt werden möchte. Aufgrund dessen weigerte sich die Seele, den Körper Adams zum Leben zu erwecken, außer es käme eine Anordnung von Xweda[9] (dt. Gott) selbst. Xweda sandte demnach als Weisung die heiligen Instrumente Def û Şîbab (Flöte und Tamburin) zur Erde. Als weitere Voraussetzung forderte die Seele im Paradies leben zu dürfen[10], ehe sie sich in den Körper von Adam begab.

Als die Seele die Klänge dieser Instrumente vernahm, gelangte das Geheimnis der Liebe zu ihr[11], die Seele war regelrecht berauscht, sodass das Geheimnis der Liebe in die Seele einfuhr[12]. Noch heute sagt man, dass „Musik die Seele berührt“. Die religiösen Texte der Esiden, die Qewls, werden mit diesen zwei heiligen Instrumenten begleitet. Weiterhin wird überliefert, dass die Engel Adam das „Kasa Sir“ (dt. geheimnisvoller Kelch) brachten, aus dem Adam trank[13]. Der Kelch wurde von Tawisî Melek selbst, dem obersten Erzengel, an Adam übergeben[14].

Die Seele beruhigte sich, ließ vom Widerstand ab und fuhr nun durch den Bauchnabel in den Körper Adams ein[15], woraufhin die Erzengel den Bauchnabel verknoteten, sodass die Seele nicht wieder entweichen konnte. Der Verstand gelangte zum Kopf, das Blut begann im Körper zu zirkulieren, das Fleisch wurde lebendig und Adam erwachte[16]. Er trank aus dem von Tawisî Melek übergebenen Kelch und sprach: „Wie schön ist diese Erde!“[17]. Die Engel nahmen Adam an den Schultern und brachten ihn ins Paradies[18], so wie die Seele es gewünscht hatte.

Körper und Seele waren nun Eins und einer ständigen Wechselwirkung von körperlichen und geistigen Trieben, einer materiellen und spirituellen Wechselbeziehung unterzogen.

Ursprung des Bösen

Wie erwähnt ist der Ursprung des Bösen im esidischen Glauben nicht an einer dafür vorgesehenen übernatürlichen Gestalt festzumachen. Gut und Böse entspringen derselben Quelle. Die Allmacht Gottes würde infrage gestellt werden, wenn es eine Kraft gäbe, die ohne Zustimmung Gottes und ohne ersichtlichen Grund zu Bösem verleitet. Daher sprechen die Esiden den Namen der Gestalt, welcher in den abrahamitischen Religionen für das Böse verantwortlich gemacht wird, nicht aus.

Als Körper und Seele eins wurden, entstand eine wechselseitige Beeinflussung, dessen Ungleichgewicht zu schlechten bzw. bösen Entscheidungen und Handlungen führen kann. Der Körper fordert die Befriedigung seiner körperliche Triebe, die Seele die ihrer seelischen (geistigen). Zur Orientierung am „Guten“ dienen Moral und Wertevorstellungen, die dem Menschen vom Kollektiv, einer Religion, einer Philosophie etc. mitgegeben werden können. Nur eine reine Seele ist zu fortwährenden guten Taten in der Lage. Eine reine Seele kann nach esidischer Mythologie nur erlangen, wer im Bewusstsein der Existenz Xwedas und seiner Anerkennung lebt[19].

Die Seele kämpft daher ständig gegen die irdischen, materiell bezogenen Triebe an. Als Entscheidungsinstanz hat er den Verstand, also den Teil der Seele, der selbst göttlich ist. Gott findet sich nach esidischer Theologie in jedem Menschen selbst, eine Trennung von Gott und dem Menschen gibt es nicht. Der Mensch steht in einer direkten Verbindung zu Gott. So sind auch keine Propheten als Mittler, keine Gotteshäuser als Empfänger, keine heiligen Bücher als Vermittler des Gottesglaubens notwendig. Diese fehlen im Esidentum gänzlich. Die Wahrheit kann von jedem Menschen selbst erkannt werden, der sich dem Göttlichen hingibt und somit Xweda erkennt bzw. anerkennt. Die Qewls, die mündlich überlieferten heiligen Texte, sollen den Esiden diese Verantwortung bewusst machen. Mit dem Verstand verfügt der Mensch damit selbst die Fähigkeit, über Gut und Böse zu entscheiden. Entsprechend sind alle seine Taten auf ihn alleine zurückzuführen, was eine große Verantwortung und zum Teil auch Belastung mit sich bringt.

Das Böse hat seinen Ursprung demnach in den materiellen, irdischen Trieben wie Macht-, Profit- und Habgier, Arroganz und Egoismus, Intoleranz und Hass, in Lug und Trug etc. Darüber entscheidet der Mensch in seiner freien Wahl durch seinen Verstand selbst, sodass er auch eigenverantwortlich die daraus resultierenden Konsequenzen tragen muss. Nach esidischer Mythologie kommt das Gute von Gott, sodass eine reine Hinwendung zu Gott von diesen materiellen Trieben befreit. Es obliegt somit jedem Menschen selbst, gute oder schlechte Taten zu begehen. Ein Mensch sollte daher an seinen Taten gemessen werden, nicht an Religionszugehörigkeit, Nationalität oder ähnliches.

Dogmatische Unterwürfigkeit und vorbehaltslose Unterordnung an eine Ideologie oder Ähnliches sind für einen Esidi daher im Hinblick auf die von der esidischen Religion gelehrten Ideale nachteilig und entsprechen nicht der Freiheit des Menschen. Es ist einfacher, sich an bestimmte, nicht allgemeine Regeln zu orientieren, als die Selbstverantwortung zu erkennen. Die Selbstkontrolle des Menschen steht damit im Mittelpunkt zwischen dem Machtkampf von Gut und Böse.

Der/Die „Birayê/Xweha Axretê“ spielt in der esidischen Gesellschaft eine besondere Rolle. Diese Institution hat sowohl einen pragmatischen als auch spirituellen Hintergrund. Einerseits fördert diese Funktion das Kollektivbewusstsein jedes einzelnen Esidis und schafft im Falle eines Ablebens für die weitere Betreuung der eigenen Familie, andererseits trägt der/die Jenseitsbruder/-schwester die moralische Mitverantwortung für die Taten seines/seiner geistigen Bruders/Schwester. Es kommt zu einer gegenseitigen Verantwortlichkeit der Brüder/Schwestern, wodurch die Einhaltung moralischer Grundsätze gesteigert wird.

Die Prüfung der Erzengel und Krönung Tawisî Meleks

Nachdem Adam erschaffen war forderte Xweda die sieben anwesenden Erzengel auf, sich vor Adam, als Zeichen der Anbetung, niederzuknien. Wie im zweiten Teil des Schöpfungsmythos bereits erläutert wurde, hat die Seele und damit auch die Engel die Fähigkeit des freien Willens. Dies bedeutet, Entscheidungen eigenverantwortlich fällen zu können.

Bei dieser Probe kommt es zu einer schwierigen Situation für die Erzengel. Einerseits der direkte und unmissverständliche Befehl Xwedas und die zumindest scheinbare bedingungslose Gehorsamkeit ihm gegenüber. Andererseits das Erfordernis des selbstverantwortlichen Denkens, das gegebenenfalls mit harten Folgen sanktioniert werden kann. Indirekt sollte durch diese Prüfung aber die Gottesloyalität auf die Probe gestellt werden, die wie erläutert durch die Besinnung auf die Anerkennung der Allmacht Gottes gründet.

Sechs der sieben Erzengel befolgten nunmehr den Befehl und knieten vor Adam nieder. Ein Erzengel weigerte sich jedoch und rechtfertigte sein Handeln damit, dass er die Worte Xwedas zu Beginn ihrer Schöpfung nicht vergessen habe – Schöpfungsmythos Teil II – demnach es nur ein anbetungswürdiges Wesen gibt, nämlich Xweda selbst. Er berief sich auf die Loyalität gegenüber Xweda und zeigte damit seine tiefe Verbundenheit zu Xweda und bezeugte zugleich den esidischen Monotheismus. Dieser Erzengel wurde fortan als Tawisî Melek, d.h. Gottes-Engel, bezeichnet.

Tawisî Melek hinterfragte den Befehl nach seinem Sinn und legte ihn nicht wortwörtlich aus. Hierfür wurde er von Xweda belohnt, indem er zum Oberhaupt der sieben Erzengel erkoren wurde[20]. Dieses Handeln wurde zum Kernprinzip der esidischen Religion. Die Bedeutung dieses Ereignisses soll aufgrund seiner Bedeutsamkeit und Komplexität in der nächsten Ausgabe analysiert werden.

Geschehen im Paradies

Adam lebte einhundert Jahre im Paradies, indem es nur die Unendlichkeit gibt, auch die des Lebens[21]. Xweda übertrug Tawisî Melek die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich die Menschheit vermehrt. Hierfür musste Adam zunächst aus dem Paradies herausgeführt werden. Tawisî Melek begab sich zu Adam und gab ihm Weizen zu essen. Weizen ist den Esiden wie den Juden sehr heilig. Daher sollen die Esiden Brot mit sehr großem Respekt behandeln. Dies mag auch auf Rückbesinnung der Entstehung moderner Zivilisationen im Nahen Osten hinweisen, die maßgeblich durch die Verwertung von Weizen begründet wurde.

Als Adam den Weizen aß, blähte sich sein Magen auf. Erleichterung konnte er nur dadurch finden, indem er sich auf einen Heckenrose (kurd. Kelem) setzte, wodurch er die notwendige Öffnung bekam. Um das Paradies also nicht zu beschmutzen, führte Tawisî Melek Adam aus dem Paradies heraus[22].

In den Überlieferungen wird gesagt, dass Adam anfing zu weinen und seine Tränen dem Fluss Euphrat (kurd. Firat) entsprachen[23]. Nun konnte sich die Menschheit auf der Erde vermehren.


Şehîdê bin Cer und das Volk der Esiden

Zwischenzeitlich wurde Eva (kurd. Hewa) erschaffen[24], damit sie und Adam viele Kinder bekommen konnten. In den heiligen Überlieferungen der Esiden wird gesagt, dass sowohl Mann als auch Frau vom Fundament ihrer Erschaffung als auch von der Abstammung her gleich sind[25].

Weil keiner dem anderen übergeordnet ist, kommt es zwischen Adam und Eva zu einem Streit um die Führungsrolle. Zur Schlichtung greift Tawisî Melek ins Geschehen ein und fordert beide auf, Speichel von sich in zwei Krüge zu geben (häufig wird auch von Samen gesprochen).

Von Adam und Eva gehen 72 Völker hervor[26], womit alle Völker dieser Erde gemeint sind.

Diese Krüge werden verschlossen uns sollen nach neun Monaten und neun Tagen geöffnet werden. Das Ergebnis soll den Führungsstreit schlichten. Hier stellte Tawisî Melek Adam und Eva auf die Geduldsprobe. Eva ist jedoch zu neugierig und ungeduldig, weswegen sie noch vor Ablauf der neun Monate und neun Tage die Krüge öffnet. In ihrem Krug findet sie nur Ungeziefer vor. Als sie Adams Krug öffnet, befindet sich darin jedoch ein Kleinkind. Aus Wut stößt sie den Krug so hart von sich, dass das Kind eine Verletzung erleidet. Das Kind wird fortan als „Şehîdê bin Cer“ (dt. der Verletzte aus dem Krug) bezeichnet. Tawisî Melek, der von der Ungeduld Evas wusste, gab das Havêna Sunetê  in den Krug von Adam, sodass in diesem Krug ein Kind entstehen konnte[27].

Adam fordert Eva auf, Şehîdê bin Cer zu stillen. Eva weigert sich, weshalb Tawisî Melek dem Mann Brustwarzen verleiht, damit Adam seinen Sohn stillen kann. Als Şehîdê bin Cer erwachsen und ins heiratsfähige Alter eintritt, bringt Tawisî Melek ihm eine Frau aus dem Paradies. Sie heißt Horî bin Hena oder auch Leylê. Von Adam und Eva gehen 72 Kinder hervor, die die 72 Völker darstellen[28]. Die Zahl 72 steht für die Gesamtheit aller Völker.

Şehîdê bin Cer und Leylê bekommen zwei männliche Kinder, die als siamesische Zwillinge zur Welt kommen. Tawisî Melek trennt beide mit dem Schwert der Wahrheit (kurd. Şûra Heqîyê) voneinander, mit der übrigen Fleischmasse formt er einen dritten Sohn.

Eva ist hierrüber so verärgert, dass sie ihren Kindern befiehlt, die drei Söhne von Şehîdê bin Cer und Leylê zu töten. Die Kinder schmieden daraufhin einen Mordplan, der am Tag darauf vollzogen werden soll. Tawisî Melek hört von dem Mordplan und verhindert diesen dadurch, dass er die bis dahin einheitliche Sprache der Kinder verwirrt und sie sich nicht mehr verständigen können. Der Mordplan scheitert.

Leyla verweigert daraufhin ihren Nachkommen die Kinder von Eva zu heiraten. Sie bringt für ihre drei Söhne drei Frauen aus dem Paradies. Die drei Söhne bekommen Kinder, die die Vorfahren des esidischen Volkes werden[29].


[1] Qewlê Axretê

[2] Qewlê afirandina dinyayê, S. 21

[3] Qewlê afirandina dinyayê, S. 20

[4] Qewlê afirandina dinyayê, S. 27

[5] Qewlê afirandina kinyatê, S. 35

[6] Eszter Spät: Late Antique Motifs in Yezidi Oral Tradition

[7] Qewlê afirandina dinyayê, S. 34

[8] Qewlê afirandina dinyaye, S. 35

[9] Qewlê afirandina dinyayê, S. 36

[10] Eszter Spät: Late Antique Motifs in Yezidi Oral Tradition

[11] Qewlê afirandina dinyayê, S. 37, R. 2

[12] Qewlê afirandina dinyayê, S. 27, R. 7

[13] Qewle afirandina dinyayê, S. 28

[14] Qewlê Qedîbilban, S. 16

[15] Qewlê afirandina dinyayê, S. 27

[16] Qewlê afirandina dinyayê, S. 29

[17] Qewlê afirandina dinyayê, S. 31, R. 4

[18] Qewlê afirandina dinyayê, S.30

[19] Dr. Pîr Memo Othman: “ Die Beziehungen des Sufismus zum Yezidentum“

[20] Qewlê Padşa, S. 6

[21] Qewlê Silavêt Cara,  S. 14

[22] Pîr Dîma

[23] Qewlê Silavêt Cara, S. 14, R. 3

[24] Qewlê Qendîla, S. 6

[25] Jandila Sêwran, S. 21

[26] Qewlê afirandina dinyayê, S. 44

[27] Pîr Dîma

[28] Qewlê afirandina dinyayê, S. 44

[29] Pîr Dima

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