Auslandstagebuch – Auslandspraktium in Schweden

Dîlan Agal | privat

Dîlan Agal | privat

Dilan Agal ist 22 Jahre alt und befindet sich im drit­ten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Bürokommu­nikation. Im Rahmen ihrer Ausbildung hatte sie die Chance einen Monat ins Ausland zu gehen um dort ein Praktikum zu absol­vieren. Wie Dilan sich in Schweden gefühlt hat und warum diese Erfahrung eine ganz besondere war, erzählt uns die Auszubil­dende in ihrem Auslands­bericht.

„Nachdem mir das Projekt „Fit für Europa“ vorgestellt wurde, habe ich mich mit viel Freude und ohne zu zögern für ein Auslands­praktikum in Schweden be­worben.

Ich wollte schon immer mal gerne ein Ausland­spraktikum absolvieren, vor allem weil ich mich für andere Länder, Sitten und Kulturen, Mentalitäten und Sprachen interessiere. Da man im Ausland das Leben und Arbeiten in einer frem­den Umgebung erlernt, ist ein Auslandspraktikum ein gewisses Abendteuer, was mich reizt.

Während eines Auslands­praktikums kann man tolle Erfahrungen gewinnen und man zeichnet sich z.B. bei Bewerbungen besonders gut aus. Außerdem zeigt es starke Charakterei­genschaften, da man mu­tig und selbstständig sein muss und lernt sich ganz neuen Situationen zu stel­len.

Mein Praktikum begann in der Nacht am 14.04.2011. Ich bin mit völlig gemisch­ten Gefühlen und großer Aufregung im Hinblick auf die kommenden vier Wo­chen ins Auto eingestie­gen. Ich hatte das Glück, dass meine Schwester für vier Tage mitgeflogen ist, da es sich für sie anbot. Für mich war allein der Flug ein Abendteuer, da ich das erste Mal geflogen bin.

Ich war in der Abteilung Market Entry & Business Development eingeteilt.

Die Abteilung Market Ent­ry & Business Development ist die erste Anlaufstelle für potenzielle Kunden. Die Unternehmen bekommen Kontaktdaten zu Partnern oder anderen Unterneh­men vermittelt.

Während meines Aufent­halts hatte ich viele Mög­lichkeiten Land und Leute kennen zu lernen. Insge­samt waren wir 12 Prakti­kanten, die sich recht gut in Stockholm auskannten und unternehmensfreudig waren. Einige Praktikanten waren aus Schweden und andere waren auch aus Deutschland.

Zu Beginn meines Aufent­halts führte mich eine Prak­tikantin durch die Stadt und zeigte mir bekannte Geschäfts- und Touristen­plätze. Meine Freizeit habe ich hauptsächlich mit den Praktikanten verbracht. Wir haben verschiedene Museen, Theater, Cafés oder auch Geschäfte be­sucht. Einmal waren wir in unserer Mittagspause auf einem Radiokonzert, wo ein bekannter schwedi­scher Sänger gespielt hat.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass es in Schwe­den nicht nur eine recht­liche, sondern auch eine tatsächliche Gleichberech­tigung in der Gesellschaft gibt.

Ein gewöhnlicher Arbeits­tag in Schweden beginnt und endet meist viel spä­ter als ein Arbeitstag in Deutschland. Die Uhr in Schweden tickt langsamer und dies gefällt mir sehr .

Das Arbeitsklima in Schweden ist wesentlich entspannt und es duzen sich alle, selbst ein Chef oder Arzt wird meistens geduzt. Dies verbessert die Arbeitsatmosphäre und verhindert ein Hierachie­verhältnis.

Fazit

Das schönste an der gan­zen Sache ist, dass man alles selbst organisiert und wenn alles nach Plan läuft, kann man sehr stolz auf sich sein.

Nach dem vierwöchigen Aufenthalt in Schweden muss man sich leider gleich wieder an die strengen Vorschriften Deutschlands gewöhnen. Die Hektik im Alltag holt mich schnell wieder ein, aber trotz allem habe ich meine zweite Hei­mat vermisst. Es war ein unglaublich tolles Gefühl, als meine Eltern und mein Bruder mich am Flughafen mit offenen Armen empfan­gen haben.

Ich konnte einen guten Eindruck vom schwedi­schen Arbeitsleben gewin­nen und diesen zugleich aus deutscher Perspekti­ve nachvollziehen. Die Ar­beit war spannend und von Bedeutung, ich wurde oft einbezogen und um meine Meinung gefragt.

Das Praktikum bei der D e u t s c h – S c h w e d i s c h e n Handelskammer ist unter mehreren Aspekten von Nutzen. Ich konnte zum einen, viele wichtige Kon­takte knüpfen und zum anderen zeigen, dass ich in einem Unternehmen in Schweden gearbeitet habe.

Diese Erlebnisse sind un­bezahlbar, denn man lernt für das ganze Leben, da­her empfehle ich es jedem ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Es sind Er­fahrungen, die niemand Dir wegnehmen kann. Ich füh­le mich stärker und gehe nun viel selbstbewusster und offener auf Menschen zu.

Wenn ihr Fragen habt oder Hilfe braucht, meldet Euch bei Eurer Industrie-und Handelskammer oder Bezirksregierung.

Eure Dilan Agal

Habt ihr etwas zu erzählen?
Spannend und interessant dieses Auslandstagebuch. Die junge Seite
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